Website für Unternehmen: Was sie braucht und worauf es ankommt
Was eine Website für Ihr Unternehmen braucht: Ziel, Inhalte, Pflichtangaben, Technik, Google und Kosten. Der Überblick für kleine Betriebe, mit Checkliste.
Eine Website für Ihr Unternehmen braucht ein klares Ziel, Inhalte, die die Fragen Ihrer Kunden beantworten, die Pflichtangaben wie Impressum und Datenschutzerklärung und eine Technik, die auf dem Handy schnell lädt. Entscheidend ist der erste Bildschirm: Besucher müssen sofort sehen, was Sie anbieten, wo Sie arbeiten und wie sie Sie erreichen. Dazu gehören ein vollständiges Google-Unternehmensprofil und Konten, die auf Ihren Namen laufen. Eine einfache Website kostet einmalig einige hundert Euro, laufend oft nur die Domain.
Dieser Überblick zeigt, worauf es bei jedem Punkt ankommt, und führt zu den Artikeln mit den Details. Am Ende steht eine Checkliste.
Website oder nur ein Google-Unternehmensprofil?
Am besten beides: Das Profil bringt Menschen zu Ihnen, die Website überzeugt sie. Das Google-Unternehmensprofil zeigt Ihren Betrieb in Google Maps und in den lokalen Suchergebnissen. Welche Betriebe dort erscheinen, hängt laut Google vor allem von Relevanz, Entfernung und Bekanntheit ab.
Auf der Website erklären Sie dann in Ruhe, was Sie anbieten, für wen und zu welchem Preis. Inhalt und Aufbau bestimmen Sie dort selbst. Wie Profil und Website zusammenspielen, erklärt der Artikel zu Local SEO.
Zuerst das Ziel: Was soll die Website bringen?
Legen Sie zuerst fest, welche Anfrage die Website bringen soll: einen Anruf, eine E-Mail, eine Terminanfrage oder einen Besuch vor Ort. Danach richtet sich alles andere, vom Aufbau der Seiten bis zur Beschriftung des wichtigsten Knopfes.
Der zweite Schritt sind die Fragen Ihrer Kunden. Schreiben Sie auf, was Sie am Telefon immer wieder gefragt werden: was es kostet, wie lange es dauert, ob Sie auch in den Nachbarort kommen. Jede dieser Fragen verdient eine Antwort auf der Website. Das hilft Ihren Besuchern, und genau solche Inhalte will Google zeigen: Die Ranking-Systeme sollen laut Google hilfreichen, vertrauenswürdigen Informationen für Menschen den Vorrang geben, nicht Texten, die nur für Suchmaschinen geschrieben sind.
Was auf die Website gehört
Auf eine Unternehmenswebsite gehören: was Sie anbieten, wo Sie arbeiten, was es ungefähr kostet, wer Sie sind und wie man Sie erreicht. Das Wichtigste davon steht auf dem ersten Bildschirm. Bei den Website-Checks, die ich mache, gehört genau das zu den häufigsten Fehlern: Die Startseite zeigt ein schönes Bild, sagt aber nicht, was der Betrieb macht und wo.
Typische Seiten sind:
- die Startseite mit Angebot, Einsatzgebiet und dem Weg zur Anfrage,
- eine Seite je Leistung, wenn Sie mehrere anbieten,
- eine Seite über Sie oder Ihr Team, mit echten Fotos,
- die Kontaktseite,
- Impressum und Datenschutzerklärung.
Für ein bis zwei Kernleistungen reicht oft eine einzige Seite. Wann das passt, steht im Artikel zur einseitigen Homepage.
Bilder allein reichen allerdings nicht. Ein Fotograf aus Landsberg, für den ich die erste Website gebaut habe, wollte große Bilder und wenig Text. Nach einem Jahr stand die Website bei Google für „Fotograf Landsberg“ auf Seite 3, ohne Werbung und ohne laufende Suchmaschinenoptimierung. Die neue Version hat deshalb eine eigene Seite mit Text für jede Leistung und für Orte in der Region.
Pflichtangaben: Impressum, Datenschutz und Cookies
Jede geschäftliche Website braucht ein Impressum und, sobald sie personenbezogene Daten erhebt, eine Datenschutzerklärung. Das Impressum regelt seit Mai 2024 das Digitale-Dienste-Gesetz: Name und Anschrift, bei juristischen Personen wie einer GmbH auch Rechtsform und Vertretungsberechtigte, und weitere Angaben müssen leicht erkennbar, direkt erreichbar und ständig verfügbar sein (§ 5 DDG). Ein Impressum, das noch auf das alte Telemediengesetz verweist, ist veraltet. Das sehe ich bei Website-Checks oft, zusammen mit Inhalten, die seit Jahren niemand angepasst hat.
Die Datenschutzerklärung erfüllt eine Pflicht aus der Datenschutz-Grundverordnung: Wer personenbezogene Daten erhebt, etwa über ein Kontaktformular, muss die Person dabei informieren, was mit den Daten geschieht (Art. 13 DSGVO).
Für Cookies und ähnliche Techniken gilt: Wer Informationen auf dem Gerät der Besucher speichert oder ausliest, braucht deren Einwilligung. Ausgenommen ist, was unbedingt erforderlich ist, damit ein ausdrücklich gewünschter Dienst funktioniert (§ 25 TDDDG). Ob Ihre Website einen Cookie-Hinweis braucht, hängt deshalb von den eingebundenen Diensten ab, etwa Analyse-Tools, eingebettete Karten oder Videos.
Eine ausführliche Liste mit Beispielen und Generatoren für die Rechtstexte steht in der Anleitung: Website mit KI selbst erstellen. Dieser Abschnitt ist ein Überblick, keine Rechtsberatung. Stand: Oktober 2026.
Barrierefreiheit: Gilt das BFSG für Ihre Website?
Meistens nicht: Bei Websites erfasst das Gesetz nur Angebote, über die Verbraucher einen Vertrag abschließen, und Kleinstunternehmen mit Dienstleistungen sind ausgenommen. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gilt seit dem 28. Juni 2025 für bestimmte Produkte und Dienstleistungen für Verbraucher (§ 1 BFSG). Bei Websites sind das „Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr“: Angebote, die auf den Abschluss eines Vertrags mit Verbrauchern zielen, etwa ein Online-Shop (§ 2 Nr. 26 BFSG).
Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, sind ausgenommen (§ 3 Abs. 3 BFSG). Das sind Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme. Und nach dem Wortlaut des Gesetzes fällt eine Website, die nur über Ihren Betrieb informiert, ohne dass Verbraucher darüber einen Vertrag abschließen, gar nicht darunter. Im Zweifel klären Sie das anwaltlich. Kleinstunternehmen berät außerdem die Bundesfachstelle Barrierefreiheit kostenlos. Die drei Fragen, mit denen Sie Ihre Website einordnen, stehen im Artikel Muss meine Website barrierefrei sein?
Unabhängig vom Gesetz baue ich jede Website nach bewährten Grundregeln der Barrierefreiheit: gute Kontraste, Bedienung mit der Tastatur, Beschreibungen für Bilder und eine klare Ordnung der Überschriften. Das hilft allen Besuchern, auch auf dem Handy.
Technik: Was die Website braucht, um online zu gehen
Sie brauchen eine Domain, also Ihre Adresse im Netz, ein Hosting, auf dem die Website liegt, und eine verschlüsselte Verbindung, zu erkennen am „https“ in der Adresse. Die Website muss auf dem Handy genauso gut funktionieren wie am Computer, denn Google verwendet für die Aufnahme in die Suche und das Ranking die mobile Version einer Seite. Wie Ladezeit und saubere Technik dabei mitspielen, erklärt der Artikel Technische SEO.
Oft übersehen: Domain, Hosting und alle Zugänge sollten auf Ihren Namen laufen. Bei mir legen Sie die Konten selbst an und geben mir Zugriff, den Sie jederzeit entziehen können. Den Code bekommen Sie zusätzlich in einem eigenen Konto. So bleibt die Website in Ihrer Hand, auch wenn Sie später den Dienstleister wechseln.
Ob ein Baukasten für Sie reicht, klärt der Artikel Website selbst bauen mit KI oder Baukasten.
Gefunden werden: Profil und Website zusammen
Damit Kunden Sie finden, brauchen Sie ein vollständig ausgefülltes Google-Unternehmensprofil mit Link zur Website und eine Website, die Ihre Leistungen und Ihren Ort klar nennt: in den Seitentiteln, in den Überschriften und, bei mehreren Leistungen, auf eigenen Seiten. Die Google Search Console zeigt Ihnen kostenlos, bei welchen Suchen Ihre Website erscheint.
Einen Platz auf Seite 1 kann Ihnen niemand seriös versprechen. Was die Sichtbarkeit beeinflusst, erklären die Artikel SEO-Faktoren und Local SEO.
Was eine Website kostet
Einmalig hängt der Preis vor allem von der Zahl der Seiten und von den Funktionen ab. Wenn Sie Ihre Unternehmenswebsite bei mir erstellen lassen, beginnt der Preis bei 400 € für eine Seite, dazu Kontakt, Impressum und Datenschutz, und jede weitere Seite kostet 150 €. Eine Website mit einer Zusatzfunktion wie einem Preisrechner oder einer Terminanfrage beginnt bei 1.200 €, eine Webanwendung mit Online-Buchung oder Kundenbereich bei 2.000 €. Den Festpreis kennen Sie, bevor die Arbeit beginnt.
Laufend kommen Kosten bei anderen Anbietern dazu, deren Preise ich nicht beeinflussen kann. Bei einer statischen Website, also fertigen Seiten ohne Datenbank, ist das oft vor allem die Domain: Eine .de-Domain kostet bei IONOS regulär 1,30 € im Monat, im ersten Jahr weniger. Hosting für statische Seiten bietet zum Beispiel Cloudflare kostenlos an. Ein E-Mail-Postfach kostet je nach Anbieter extra. Stand dieser Preise: Oktober 2026; die Anbieter können sie jederzeit ändern. Eine monatliche Gebühr an mich fällt für die Website nicht an. Alle laufenden Posten mit Preisen zeigt der Artikel Was kostet eine Website im Monat?
Welche Funktionen sich für Ihren Betrieb lohnen, zeigt der Überblick Welche Funktionen braucht meine Website?
Wie viel Zeit Sie einplanen sollten
Meist nur ein paar Stunden, verteilt über das Projekt. Sie kennen Ihren Betrieb am besten, ich stelle die Fragen, die für gute Texte nötig sind. Dafür nutze ich einen Online-Fragebogen, den Sie in Ruhe ausfüllen, wann es Ihnen passt. Danach prüfen Sie die Texte und geben sie frei.
Planen Sie außerdem Zeit für Fotos ein, falls noch keine da sind: Echte Bilder von Ihnen, Ihrem Team und Ihrer Arbeit kann niemand ersetzen. Wie schnell die Website online geht, hängt am Ende von einer guten Zusammenarbeit ab: Je schneller Fragen beantwortet und Texte freigegeben sind, desto früher ist sie fertig.
Nach dem Start
Eine Website muss aktuell bleiben: Leistungen, Preise, Öffnungszeiten und das Impressum. Ob sie ihren Zweck erfüllt, messen Sie an den Anfragen, nicht an den Klicks. Für einen kleinen Betrieb reichen dafür aus meiner Erfahrung die Search Console und die Statistiken im Unternehmensprofil; ein Tracking-Tool mit Cookie-Hinweis brauchen Sie dafür nicht.
Checkliste: Was Ihre Website braucht
- Ein Ziel: Welche Anfrage soll die Website bringen?
- Auf dem ersten Bildschirm: was Sie anbieten, wo und wie man Sie erreicht.
- Antworten auf die Fragen, die Kunden Ihnen am häufigsten stellen.
- Preise oder ein Preisrahmen.
- Eine Seite je Leistung, wenn Sie mehrere anbieten.
- Echte Fotos von Ihnen und Ihrer Arbeit.
- Ein Impressum nach § 5 DDG und eine Datenschutzerklärung.
- Eine Cookie-Einwilligung nur dort, wo sie nötig ist.
- Gute Darstellung auf dem Handy und kurze Ladezeiten.
- Domain, Hosting und alle Zugänge auf Ihren Namen.
- Ein vollständiges Google-Unternehmensprofil mit Link zur Website.
- Aktuelle Inhalte, und Erfolg gemessen an den Anfragen.
Häufige Fragen
Wie viele Seiten braucht eine Unternehmenswebsite?
Für ein bis zwei Kernleistungen oft nur eine. Bieten Sie mehrere Leistungen an oder arbeiten Sie an mehreren Orten, lohnt sich eine Seite je Leistung, dazu Kontakt, Impressum und Datenschutzerklärung.
Muss meine Website barrierefrei sein?
Nach dem BFSG nur, wenn Verbraucher über die Website einen Vertrag abschließen können, etwa in einem Online-Shop, und Ihr Betrieb kein Kleinstunternehmen mit Dienstleistungen ist. Die Einzelheiten stehen oben im Abschnitt zur Barrierefreiheit.
Was kostet eine Website im Monat?
Bei einer statischen Website oft nur die Domain, bei IONOS regulär rund 16 € im Jahr (Stand Oktober 2026), dazu ein E-Mail-Postfach. Hosting für statische Seiten ist bei Anbietern wie Cloudflare kostenlos. An mich zahlen Sie für die Website keine monatliche Gebühr.
Fazit
Eine gute Website für Ihr Unternehmen beginnt nicht mit dem Design, sondern mit dem Ziel und den Fragen Ihrer Kunden. Wer das klärt, die Pflichtangaben aktuell hält und die Konten in eigener Hand behält, hat das Wichtigste richtig gemacht.
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